Egernsund: Wasser, Wege und Ziegelgeschichte
Unterkünfte in Egernsund
Wer eine Unterkunft auf dem Wasser sucht, kann bei der Ortswahl auch das Umfeld an Land einbeziehen. Egernsund bietet dafür unterschiedliche Anhaltspunkte: den Nybøl Nor, die Verbindung zur Flensburger Förde, den Hafen und Lågmaj Strand sowie Wanderwege und Spuren der Ziegelindustrie. Für Ihre Entscheidung können Sie so unterscheiden, ob Strand, eine Route am Nor oder Kulturgeschichte den Aufenthalt prägen soll.
Wasser und Strand
In der Umgebung ist der Nybøl Nor durch den schmalen Egernsund mit der Flensburger Förde verbunden. Lågmaj Strand ist ein Sandstrand an den geschützten Gewässern der Förde. Damit stehen zwei unterschiedliche Wasserbezüge im Blick: die Verbindung zwischen Nor und Fjord sowie der Strand an der geschützten Förde. Lågmaj Strand erhielt 2021 erstmals die Blaue Flagge. Er liegt in einem Natura-2000-Gebiet, in dem die Nutzung von Jetskis und Wassermotorrädern nicht erlaubt ist. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die örtlichen Regeln.
Hafen und saisonale Fährverbindung
Im Hafen von Egernsund kann man an der 30 Meter langen Mole oder an der Anlegestelle festmachen. Am Lågmaj Strand prägen Sand und geschützte Fördegewässer den Küstenbezug; im Hafen geht es dagegen um das Festmachen an Mole oder Anlegestelle. Da sich Hafeneinrichtungen ändern können, prüfen Sie die aktuelle Situation vor Ihrem Besuch. Im Frühjahr und Sommer befördert die Fahrradfähre Thjalfe Radfahrer und Fußgänger auf der Route von Egernsund über Brunsnæs nach Langballigau in Deutschland. Da sich die saisonalen Angaben ändern können, prüfen Sie vor Ihrer Reise den Fahrplan.
Wanderwege und Ziegelgeschichte
Der Wanderweg Nybøl Nor stien ist 6,5 Kilometer lang und verläuft am Nybøl Nor entlang. Er beginnt in Smølled und endet in Egernsund; außerdem führt er an mehreren Ziegeleien vorbei. Der Gendarmenpfad führt durch Egernsund und durch das Viertel der Ziegelarbeiter. So unterscheiden sich die Wege konkret: Beim Nybøl Nor stien stehen Länge, Verlauf am Wasser und die Ziegeleien im Vordergrund, beim Gendarmenpfad der Weg durch das Arbeiterviertel.
Die Ziegeleien am Nybøl Nor stien und das Ziegelarbeiterviertel am Gendarmenpfad führen beide zur Geschichte der örtlichen Ziegelindustrie. Vom Mittelalter bis in die Gegenwart war Egernsund das Zentrum der Ziegelindustrie der Region und ganz Nordeuropas.
Kirche und Kunst
Auch die Egernsund Kirke verweist auf die Ziegelgeschichte des Orts: Sie wurde zwischen 1907 und 1909 aus roten Ziegeln nach Entwürfen des Architekten Richard Jepsen Dethlefsen errichtet. Ihre Altarfiguren stammen aus Tirol. Am Havnepladsen am Ufer der „Æ Soungaf“ steht das Werk „Teglskulpturen“, das am 20. November 1993 eingeweiht wurde. Während die Kirche Ziegel als Baumaterial zeigt, tritt das Thema bei „Teglskulpturen“ als Kunst am Ufer auf.
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