Havelland: Havel, Vogelwelt und Kultur
Unterkünfte in Havelland
Im Havelland lässt sich eine Reise am Wasser mit unterschiedlichen Tagesplänen verbinden: Auf der Havel können Sie die Region per Kanu entdecken, am Gülper See Vögel beobachten und auf dem Rad durch das Havelländische Luch fahren. Wenn Sie eine Übernachtung auf dem Wasser planen, prüfen Sie beim konkreten Angebot, ob Sie ein festliegendes Hotelschiff oder ein navigierbares Hausboot suchen. Eine Kanutour auf dem Fluss und eine Übernachtung an Bord sind unterschiedliche Reiseentscheidungen.
Vogelzug am Gülper See
Am Südufer des Gülper Sees lädt ein rund 1,5 Kilometer langer Lehrpfad mit illustrierten Informationstafeln zur Vogelbeobachtung ein. Besonders markant ist der saisonale Vogelzug: Im Frühling und Herbst versammeln sich dort bis zu 100.000 Gänse und hunderte Kraniche. Zahlreiche Watvögel, Enten und Silberreiher kommen hinzu. Wenn Sie Ihre Reise an diesen Beobachtungen ausrichten möchten, sind Frühling und Herbst die dafür genannten Jahreszeiten.
Auch das NaturparkZentrum Westhavelland greift die Landschaft der Niederungen auf. Dort werden Themen wie die Renaturierung der Unteren Havel, die letzten Großtrappen Deutschlands und der erste Sternenpark Deutschlands für jede Altersgruppe erlebbar. Im weiteren regionalen Umfeld wurde der Naturpark Westhavelland am 12. Februar 2014 zum ersten Sternenpark Deutschlands ernannt.
Mit dem Rad und zu Fuß unterwegs
Mit der Knotenpunktwegweisung im Havelland lassen sich individuelle Radrouten zusammenstellen. Der Havelland-Radweg führt durch das Havelländische Luch über Nauen, Ribbeck und Rathenow bis in den Natur- und Sternenpark Westhavelland. Die Strecke ist überwiegend asphaltiert, flach und angenehm zu fahren. So stehen für die Planung sowohl eine über mehrere Orte führende Radroute als auch die Möglichkeit offen, eine eigene Strecke anhand der Knotenpunkte zusammenzustellen.
Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, findet thematische Wege mit eigenen Zielen. Der Lilienthalpfad in Stölln verbindet das Lilienthal-Centrum mit der IL 62 „Lady Agnes“ am Fuße des Gollenbergs. Die 3-Berge-Tour im Milower Land bietet von der freien Kuppe des Milower Berges einen weiten Ausblick auf die grüne Ebene des Havellandes. Für die Wahl zwischen Rad- und Wandertagen geben also Route, Ziel und Aussicht unterschiedliche Orientierung.
Landschaft, Wasser und Ausflüge
Die Naturbadestelle Milow liegt am Rand des Naturschutzgebiets „Untere Havel Süd“ im Natur- und Sternenpark Westhavelland und verfügt über einen breiten Sandstrand. Im Optikpark Rathenow gehören Klettertürme, ein Barfußpfad und ein großes Hüpfeluftkissen zu den Angeboten; außerdem werden Floßfahrten auf einem angrenzenden Havelaltarm angeboten. Das sind unterschiedliche Möglichkeiten, einen Tag im Freien zu gestalten, ohne sie mit einer Übernachtung auf dem Wasser gleichzusetzen.
Kulturorte im Havelland
Das Lilienthal-Centrum Stölln zeigt eine Lilienthal-Ausstellung von überregionaler Bedeutung. In Ribbeck stellt das Fontane-Museum im Schloss seit seiner Eröffnung am 1. Mai 2019 Zusammenhänge zwischen Theodor Fontane, seinem Jahrhundert, Ribbeck und der Baugeschichte des Schlosses mit moderner Museumstechnik dar. Schloss Ribbeck fungiert zudem als touristischer Informationspunkt für die Reiseregion Havelland.
Weitere Orte setzen eigene historische Akzente: Das Spielzeugmuseum im Havelland in Kleßen zeigt Spielzeug aus 150 Jahren Kinderstube. Die Kolonistenkirche Großderschau wurde 1785 auf Befehl Friedrichs II. zum Abschluss der Entwässerungsarbeiten gebaut und ist die einzige Kirche, die der König für die Kolonisten errichten ließ. Damit können Sie die Reiseplanung an unterschiedlichen Interessen ausrichten – vom saisonalen Vogelzug über Rad- und Wanderwege bis zu Museen und Baugeschichte.
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