Bornheim: Rhein, Wege und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Bornheim
Bornheims Rheinufer erstreckt sich über 4,5 Kilometer und dient der Naherholung. Der Leinpfad wird von Spaziergängern, Joggern, Skatern und Radfahrern genutzt. Wenn Sie eine Unterkunft auf dem Wasser suchen, lohnt es sich, Uferaktivitäten und Übernachtungsform getrennt zu betrachten: Ein Spaziergang am Rhein ist etwas anderes als eine Nacht an Bord oder eine Fahrt mit dem Boot.
Rheinbezug und geschützte Natur
Zum Bornheimer Rheinbezug gehört auch das Herseler Werth, eine etwa 15 Hektar große Rheininsel und Naturschutzgebiet. Seit 1993 darf die Insel nicht mehr betreten werden. Die Schutzregel ist bei der Planung wichtig: Das Herseler Werth ist kein Ziel für einen Spaziergang über die Insel.
Für Wege durch Bornheimer Ortschaften bietet der Natur-Kultur-Pfad verschiedene Einzeltouren. Vier farblich unterschiedene Touren liegen in Bornheim, Brenig und Roisdorf; in Hersel, Uedorf und Widdig umfasst der Pfad weitere drei. Die Touren beginnen an Haltepunkten der Stadtbahnlinien 16 und 18, sodass eine Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr möglich ist. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Verbindungen.
Wege nach Streckenlänge vergleichen
Wenn Sie sich an der Länge orientieren möchten, stehen mehrere unterschiedliche Maßstäbe zur Auswahl. Der knapp 3 Kilometer lange Heinrich-Böll-Weg ist ein thematischer Rundweg durch Merten und Rösberg. Auf rund 6,5 Kilometern verbindet der Rösberger Heiligenhäuschen Wanderweg neun Heiligenhäuschen und Wegekreuze; er führt durch Rösberg und über das Hochplateau. Beide Wege erschließen Ortsgeschichte auf unterschiedliche Weise und mit verschiedenem Streckenumfang.
Für eine längere Runde führt die Bornheimer Nebenschleife der „rheinischen Apfelroute“ über rund 40 Kilometer. Die Route verbindet alle 14 Bornheimer Ortschaften und ist für Radfahrer und Spaziergänger angelegt. Eröffnet wurde sie im Juni 2019. Im übergeordneten Rhein-Sieg-Kreis verläuft die 124 Kilometer lange Apfelroute durch Alfter, Bornheim, Swisttal, Rheinbach, Meckenheim und Wachtberg; zusätzlich lässt sie sich über sechs Wegschleifen erkunden. So können Sie eine Bornheimer Rundroute und die größere regionale Streckenlänge voneinander unterscheiden.
Literatur, Baugeschichte und Wasserleitung
Der Heinrich-Böll-Weg verbindet den Namen des Schriftstellers mit der Geschichte von Merten und Rösberg: Er vermittelt Heinrich Bölls Leben und die Geschichte beider Orte. Entlang der Strecke können Sie über QR-Codes Zeitzeugeninterviews sowie Ausschnitte aus Bölls Kurzgeschichte „Oblomow auf der Bettkannte“ abrufen und anhören. Damit ergänzen Audioinhalte die Themen des Rundwegs.
In Walberberg steht der 21 Meter hohe Hexenturm, der aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammt. Ein anderer historischer Bezugspunkt befindet sich vor dem Rathaus in Bornheim: Dort ist ein Teil der Eifelleitung aufgestellt und bis heute zu besichtigen. Entlang der Eifelleitung verläuft der Römerkanal-Wanderweg. Die Bauwerke und Wege setzen jeweils eigene Schwerpunkte auf Ortsgeschichte und historische Wasserführung.
Hofbesuche und regionale Produkte
Für interessierte Gruppen bietet der Biohof Bursch Führungen über Hof und Felder an. Dabei erhalten Sie Einblicke in den biologisch-dynamischen Obst- und Gemüseanbau und können frische Produkte probieren. Anschließend können Besucher im Hof- oder Garten-Café Kaffee und hausgemachten Kuchen genießen. Stimmen Sie die Besuchsarrangements vor der Anreise ab.
Bei Hofführungen auf dem Bioland Ziegenhof Rösberg geht es um die Haltung der weißen deutschen Edelziege und die Käseherstellung. Besucher können den Ziegen auf der Weide oder im Stall begegnen; für die Führungen ist eine Buchungsanfrage erforderlich. Zusammen mit den Rundwegen ergeben sich so unterschiedliche Möglichkeiten, Bornheim kennenzulernen: zu Fuß, auf dem Rad oder bei einem vereinbarten Einblick in die Landwirtschaft.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Rhein-Sieg-Kreis.