Harju zwischen Küstenlandschaft und Kulturerbe
Unterkünfte in Harju
Harju bietet Küstenbereiche, Waldwege und Bohlenwege durch Moore – eine vielfältige Landschaft für die Wahl eines Reiseziels rund um eine Übernachtung auf dem Wasser. Ein stationäres Hotelschiff und ein navigierbares Hausboot sind unterschiedliche Unterkunftsformen. Bei der Reiseplanung können auch die Ausflüge eine Rolle spielen, die Sie während Ihres Aufenthalts interessieren: In Harju reichen die Themen von Stränden und Wassersport bis zu Naturwegen und Kulturorten.
Küsten und Wasser als Reiseumgebung
Der Wasserfall von Keila ist 6 Meter hoch und mehrere Dutzend Meter breit. Die Wege und der Park am Wasserfall sind mit Kinderwagen und Rollstühlen gut zugänglich. Eine andere konkrete Weglänge bietet der Naturlehrpfad im Park von Keila-Joa: Er ist 3 Kilometer lang.
Der Strand von Harku ist Tallinns einziger Seeuferstrand. Zu seiner Ausstattung gehören Umkleidekabinen, Duschen, Kinderspielplätze, Bereiche für Ballspiele, kostenlose Parkplätze und Fahrradstellplätze. Kloogaranna setzt einen anderen landschaftlichen Akzent: Der weitläufige Sandstrand wird von Kiefernwald eingerahmt. Sie erreichen ihn mit dem Zug; vom Bahnhof sind es zehn Minuten zu Fuß. Die konkreten Angaben zu Ausstattung und Anreise helfen dabei, unterschiedliche Strandziele nach den eigenen Reiseinteressen zu betrachten.
Am Rummu-Karrieresee stehen Wasser und Geschichte nebeneinander: Der See ist für sein kristallklares, sauberes Wasser und seine außergewöhnlich interessante Geschichte bekannt. Am Ufer bietet das Paekalda-Wassersport- und Erlebniszentrum Tauchen und Schnorcheln sowie Kanu- und Raftingfahrten an. Damit umfasst das Angebot sowohl Aktivitäten im Wasser als auch Fahrten darauf; die Ausflüge ergänzen den Blick auf Harjus Küsten- und Waldlandschaften um einen weiteren Wasserbezug.
Wege, Quellen und geführte Erlebnisse
Für eine Wanderung im Naturschutzgebiet Põhja-Kõrvemaa bietet sich der 8 Kilometer lange Rundweg Jussi an. Der Naturlehrpfad beginnt und endet am Parkplatz Koersilla. In Tuhala werden Wanderungen zum Hexenbrunnen und durch das Karstgebiet ganzjährig mit einem Naturführer angeboten; dabei gibt es Wege unterschiedlicher Länge. So können Sie bei diesen Wanderangeboten sowohl eine festgelegte Rundstrecke als auch unterschiedlich lange Führungen berücksichtigen.
Der Naturlehrpfad zu den blauen Quellen von Saula ist 700 Meter lang und führt zu einer alten heiligen Stätte. Die größte Quelle am Lehrpfad heißt Siniallikas: Sie ist türkisfarben und hat einen sandigen Grund. Mit 700 Metern ist dieser Pfad deutlich kürzer als der 8 Kilometer lange Jussi-Rundweg – ein konkreter Längenvergleich, wenn Sie Naturwege in die Reiseplanung aufnehmen.
Auch das Wikingerdorf bietet Ausflüge in der Natur: Dazu gehören Kanufahrten auf dem Fluss und eine Wanderung zu den blauen Quellen von Saula. Eine geführte Tour im Wikingerdorf umfasst außerdem Bogenschießen, Axtwerfen und Aktivitäten mit einem Katapult. Die Angebote verbinden Wasser- und Wandererlebnisse mit einem geführten Programm, ohne dass alle Aktivitäten zu einer einzigen Tour zusammengefasst werden müssen.
Museen, Gutshäuser und Kultur
Seit 1988 befindet sich das Kreismuseum Harju im ehemaligen Hauptgebäude des Guts Keila. Seine Dauerausstellung „Harju Life“ gibt einen Überblick über Geschichte und Lebensweise im Kreis Harju. Außerdem ist dort der Beirat für estnische und Harju-Volkstrachten untergebracht, der Trachten, die Geschichte ihrer Muster und ihre moderne Verwendung vorstellt. So stehen ein breiter Blick auf das Leben im Kreis und ein genauerer Zugang zu Kleidung und Gestaltung nebeneinander.
Das Rebala-Zentrumsmuseum stellt den prähistorischen Alltag und Bestattungstraditionen der Gegend vor. Neben dem Museum befindet sich ein restauriertes Gräberfeld mit 36 steinernen Kistengräbern aus der Bronzezeit, datiert in das 8. bis 7. Jahrhundert v. Chr. Ein anderer Zugang zu Kunst führt nach Paldiski: Das Amandus-Adamson-Ateliermuseum befindet sich im Sommeratelier des Bildhauers. Im Sommer werden dort verschiedene Kunstworkshops angeboten; Interessierte können außerdem eine Führung bestellen.
Im Kunstmuseum Viinistu sind mehr als 400 Werke aus der Privatsammlung von Jaan Manitski zu sehen. Zu den Ausstellungsräumen gehören Galerien in alten Wassertanks; die Gast-Ausstellungen wechseln jeden Sommer. Auch Gutshäuser und Kulturorte prägen die Auswahl: Der Kirchensaal des Klosters Padise wird als Konzertsaal genutzt. Im Gutshaus Viimsi befindet sich das Estnische Kriegsmuseum; das Gutshaus gehörte dem General und Befehlshaber im Estnischen Freiheitskrieg Johan Laidoner. Die Dauerausstellung des Museums zeichnet Estlands Kriege von der Vorzeit bis zu den Auslandseinsätzen der estnischen Streitkräfte nach.
Im Kammermusiksaal des Arvo-Pärt-Zentrums finden Konzerte, Vorträge und Filmabende statt. Bei Führungen können Besucher Arvo Pärts Manuskripte sehen oder Musik hören. Damit bietet Harju neben Natur- und Wassererlebnissen auch verschiedene Zugänge zu Musik, Kunst und Geschichte – von einer Ausstellung im ehemaligen Gutshaus bis zu einem Konzertsaal.
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