Zum Inhalt

Georgien zwischen Qvevri-Wein, UNESCO-Kulturerbe und Natur

Unterkünfte in Georgien

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Georgien lässt sich über sehr unterschiedliche Schwerpunkte entdecken: eine jahrtausendealte Weintradition, bedeutende historische Orte und Naturräume mit Wäldern, Feuchtgebieten und Gebirgslandschaften. Für Ihre Reiseplanung können Sie zuerst entscheiden, ob Sie sich eher für Wein und Radfahren, Kulturstätten oder Wanderungen und Wintersport interessieren. Die folgenden Beispiele zeigen, wie verschieden diese Themen ausfallen.

Weintradition und Radrouten in Kakheti

Kakheti gilt als Georgiens führende Weinbauregion. Die Qvevri-Weinherstellung begann vor 8.000 Jahren, wird bis heute bewahrt und erhielt 2013 den Status als immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Bei Iago Winery können Besucher durch biologische Weinberge gehen, den Qvevri-Keller besichtigen, Weine und saisonale lokale Produkte verkosten und die traditionelle Herstellung kennenlernen. Wer eine Verkostung oder saisonale Produkte einplanen möchte, prüft am besten vorher deren aktuelle Verfügbarkeit.

Auch Radfahren gehört zu den Möglichkeiten in Kakheti: Die Kakheti Wine Route bietet Radrouten für unterschiedliche Fitness- und Anspruchsniveaus. Als beste Reisezeit dafür gilt der Zeitraum von April bis Oktober. Wein und Radfahren setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte innerhalb derselben Region: Auf der einen Seite steht die Qvevri-Tradition, auf der anderen die Wahl einer Route, deren Anspruch zum eigenen Vorhaben passt.

Historische Orte und in Fels gehauene Anlagen

Mtskheta war vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum 5. Jahrhundert n. Chr. die antike Hauptstadt von Kartli, dem ostgeorgischen Königreich. Hier wurde 337 das Christentum zur Staatsreligion Georgiens erklärt. Die UNESCO-Bezeichnung Historical Monuments of Mtskheta umfasst Jvari Monastery, Svetitstkhoveli Cathedral und Samtavro Monastery. Die drei Bauwerke stehen gemeinsam für die historische und religiöse Bedeutung des Ortes.

Auch Uplistsikhe verbindet Geschichte mit einer anschaulichen Besichtigung: Der Ort war bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. ein bedeutendes spirituelles Zentrum. Besucher können durch Straßen und Plätze gehen und in den Fels gehauene öffentliche Bereiche, Tempel, Theater, Apotheken, Weinpressen und Weinkeller sehen. Vardzia ist dagegen als weitläufige Festungsstadt in eine Felswand gehauen: Der Komplex ist 900 Meter lang, erstreckt sich über mehrere Ebenen und diese sind durch Tunnel miteinander verbunden. Im Zentrum befindet sich die Dormition of the Virgin Church, deren Innenraum mit Fresken ausgemalt ist.

Anzeige

Wälder, Feuchtgebiete und Wanderungen

Die Colchic Rainforests and Wetlands umfassen alte sommergrüne kolchische Regenwälder und Feuchtgebiete, darunter Durchströmungsmoore und andere Moortypen. Das Gebiet beherbergt 19 bedrohte Tierarten und dient weltweit gefährdeten Zugvögeln als Rastgebiet. Im Kazbegi National Park prägen Wälder, alpine Wiesen, verschneite Gipfel und unzugängliche Felswände die Landschaft; sie bieten seltenen Tieren und Vögeln Lebensraum. Das Truso Valley im Nationalpark verbindet Landschafts- und Kulturmerkmale: Dazu gehören ein Festungskomplex, verlassene Dörfer mit teilweise noch funktionierenden Klöstern, Mineralquellen, Travertine und der Abano Mineral Lake.

Für längere Touren bietet der Borjomi-Kharagauli National Park markierte Wege, Übernachtungshütten, Picknickplätze und Campingplätze, die sich für mehrtägige Unternehmungen eignen. Zum Angebot gehören Wandern, Reiten, Radfahren, Schneeschuhwanderungen sowie kulturelle und pädagogische Führungen. Im Park leben seltene Tiere wie Kaukasus-Birkhühner und Luchse; außerdem gibt es Reliktbestände von Eiben. Im Mtirala National Park können Sie ein- bis zweitägige Wanderungen auf markierten Wegen unternehmen. Picknick- und Campingplätze liegen entlang der Wege, und am zweitägigen Weg gibt es eine touristische Unterkunft. Nebelverhangene kolchische Wälder, ein See und der Tsablnari Waterfall lassen sich dort zu Fuß oder zu Pferd erkunden.

Wintersport und Reiseplanung

Gudauri bietet Skifahren, Snowboarden, Freestyle-Skiing und Heli-Skiing. Dabei werden Skifahrer per Hubschrauber zu Berggipfeln gebracht und fahren abseits markierter Pisten ab. Der Ort verfügt über zwanzig Skipisten, die in vier europäische Schwierigkeitsklassen eingeteilt sind. Für die Anreise von Tbilisi nach Gudauri dauert die Fahrt mit dem Auto gewöhnlich etwa 2 bis 2,5 Stunden; Wetter und Verkehr können den Richtwert beeinflussen. Bei der Wahl Ihres Reiseschwerpunkts können Sie so kulturelle Besichtigungen, saisonale Aktivitäten und Naturerlebnisse gegeneinander abwägen.

Weitere Reiseziele entdecken: Angisa, Montenegro, Israel, Irland, Jungferninseln, Costa Rica, Indonesien, Norwegen

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.