Milazzo: Castello, Archäologie und Küste
Unterkünfte in Milazzo
Bei einer Reise mit Übernachtung auf dem Wasser gehört die Wahl des Reiseziels ebenso zur Planung wie die Unterkunft selbst. Milazzo können Sie anhand der Ziele an Land einordnen: Das Castello steht für eine weitreichende befestigte Anlage und eine lange Besiedlungsgeschichte; Museen, Sakralbauten und Küstenwege setzen eigene Schwerpunkte. Überlegen Sie, welche Seiten des Ortes Ihre Reise prägen sollen, bevor Sie eine Unterkunft auswählen.
Castello di Milazzo: Festung und lange Geschichte
Das Castello di Milazzo und die spanischen Mauern bilden die umfangreichste befestigte Zitadelle Siziliens. Auch die Geschichte des Ortes reicht weit zurück: Der Platz, an dem das Castello steht, ist seit mindestens 5.000 Jahren ununterbrochen besiedelt. Wer sich für die Anlage interessiert, begegnet damit sowohl der befestigten Zitadelle als auch einem Ort mit einer sehr langen Besiedlungsgeschichte.
Im Castello zeigt eine Dauerausstellung in der Sakristei des alten Doms 232 antike Münzen. Ein anderer Blick auf die Anlage ergibt sich bei einem Spaziergang entlang der Außenmauern des alten Castello: Der Weg führt zum aussichtsreichen Fortino dei Castriciani. So stehen innerhalb des Festungsschwerpunkts eine konkrete Sammlung und ein Spaziergang mit einem benannten Ziel nebeneinander.
Archäologie und Sakralbauten
Das Antiquarium Domenico Ryolo befindet sich im Ostflügel des sogenannten Quartiere degli Spagnoli, das im 16. Jahrhundert errichtet wurde. In zehn Ausstellungsräumen vermittelt das Antiquarium die Archäologie von Milazzo. Zu sehen sind 1.267 Funde, deren zeitliche Spanne vom Neolithikum bis in die byzantinische Zeit reicht. Das Angebot an archäologischen Themen umfasst damit einen langen Zeitraum; die Ausstellung selbst ist auf zehn Räume verteilt.
Auch die Kirchen und ihre Umgebung geben konkrete historische Anhaltspunkte. Die Chiesa di San Francesco di Paola wurde um 1464 von dem gleichnamigen Heiligen gegründet. Im Duomo Nuovo – Chiesa di Santo Stefano sind zwei zusammengehörige Tafeln aus dem 16. Jahrhundert zu sehen, die Antonello De Saliba zugeschrieben werden. Gegenüber der Hauptfassade sind Überreste einer spätrömischen und protobyzantinischen Nekropole sichtbar, die auf das 5. bis 7. Jahrhundert n. Chr. datiert wird. Tafeln und Nekropole stehen so für unterschiedliche, klar benennbare Aspekte des historischen Besuchs.
Baia del Tono und Capo Milazzo
An der Baia del Tono biegt sich der Strand neben felsigen Hängen und Klippen. Die Küstenlandschaft lässt sich auch zu Fuß erschließen: Von der Bucht führt ein Weg am felsigen Küstenhang entlang zu hohen Klippen. Die Bucht hat zudem eine maritime Vergangenheit. Wegen ihrer natürlichen Eigenschaften und ihrer Lage wurde sie einst für den Bau der größten Thunfischfangstation an der nordöstlichen Küste Siziliens ausgewählt. Diese historische Bedeutung ergänzt den Blick auf Strand, Felsen und Küstenweg, ohne die frühere Nutzung mit einem heutigen Betrieb gleichzusetzen.
Am Capo Milazzo führt ein Naturpfad zur natürlichen Felsformation Piscina di Venere. Das Meeresschutzgebiet Capo Milazzo umfasst das Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung SIC ITA030045 Fondali di Capo Milazzo. Der Zugang zum Capo ist kostenlos; Sie können mit dem Auto oder zu Fuß anreisen. Mit dem Auto erreichen Sie die Hügelkuppe und steigen anschließend zu Fuß zum Meer hinab. Von der Baia del Tono aus können Fähren zu den Äolischen Inseln bestiegen werden. Prüfen Sie für die Planung den aktuellen Fahrplan, da sich Fahrpläne und Betreiber ändern können.
Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie die unterschiedlichen Schwerpunkte gegeneinander abwägen: Festungsanlage und Sammlungen, Kirchen und archäologische Zeugnisse oder Küstenlandschaft und Wege. Wenn die Äolischen Inseln zu Ihren Plänen gehören, berücksichtigen Sie außerdem die Fährverbindung ab der Baia del Tono und prüfen Sie deren Fahrplan bei Ihrer Reiseplanung.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Messina.