Isola Del Giglio: Buchten, Granit und Inselgeschichte
Unterkünfte in Isola Del Giglio
Auf Isola Del Giglio liegen die Strände in Buchten, während die Insel überwiegend gebirgig ist. Wenn das Meer für Ihren Aufenthalt eine wichtige Rolle spielt, lohnt sich deshalb auch der Blick auf die Landschaft, die Orte und die Natur. So können Sie abwägen, ob Sie sich besonders für Strand und Unterwasserwelt, Inselwege oder die Geschichte des Ortes interessieren.
Gebirge, Granit und Buchten
Eine Gebirgskette zieht sich von Nordwesten nach Südosten über die Insel. Ihr höchster Punkt ist der Poggio della Pagana mit 496 Metern über dem Meeresspiegel. Isola del Giglio besteht fast vollständig aus Granit; eine Ausnahme ist das kleine Promontorio del Franco, dessen Gestein sedimentär und metamorph ist. Diese geologische Vielfalt gehört ebenso zum Inselbild wie die Terrassen, auf denen früher Weinberge bewirtschaftet wurden. Heute bedeckt mediterrane Macchia diese Terrassen zunehmend.
Die Landschaft ist damit nicht auf die Küste beschränkt: Buchten und Strände stehen einem überwiegend gebirgigen Inselinneren gegenüber. Im Südwesten liegt ein Teil von Isola del Giglio innerhalb des Parco Nazionale Arcipelago Toscano. Wer Natur einplant, findet außerdem ein dichtes Netz alter Wege: Es umfasst mehr als 60 Kilometer und kann zum Laufen, Trekking und Radfahren genutzt werden. Auf den Wegen bietet sich der Blick aufs Meer.
Campese und die Gewässer der Insel
Campese ist der größte Strand der Insel und hat rötlichen Sand. Im Süden wird der Strand von einem markanten Felsturm begrenzt, im Norden von einem Medici-Turm. Diese beiden Orientierungspunkte geben der Bucht eine klar erkennbare Gestalt. Campese ist mit dem Bus und mit Taxi-Booten erreichbar; prüfen Sie vor der Fahrt, welche Verbindungen aktuell bestehen.
Auch unter der Wasseroberfläche liegt ein Schwerpunkt der Insel: Die klaren Gewässer und artenreichen Meeresböden eignen sich zum Schnorcheln und bieten Möglichkeiten zum Tauchen. Zu den dort vorkommenden Merkmalen zählen Posidonia-Seegraswiesen, rote und gelbe Gorgonien, blaue Schwämme und seltene Seepferdchen. Damit stehen neben dem Aufenthalt am Strand auch die Meeresböden und ihre Artenvielfalt als eigene Themen für Ihre Reiseplanung zur Wahl.
Natur und geschichtliche Spuren
Isola del Giglio zählt mehr als 700 Pflanzen- und Blumenarten. Zugvögel nutzen die Insel auf ihrem langen Zug als Rast- und Nahrungsplatz; die seltene Korallenmöwe gehört zu den ansässigen Vogelarten und ist das Symbol des Parks. Naturbeobachtung und Landschaft lassen sich so als eigener Schwerpunkt neben den Strandbuchten und den historischen Orten betrachten.
Giglio Castello ist ein mittelalterliches Dorf auf einer Insel und von Mauern umgeben. Die Rocca Pisana bildet den höchsten Punkt von Giglio Castello; von ihrem Inneren aus reicht der 360-Grad-Blick über das Meer und die tyrrhenische Küste. An der Caletta del Saraceno sind die Mauern der Cetaria zur Muränenzucht sowie Teile der römischen Villa der Domitii Enobarbi aus dem 1. bis 2. Jahrhundert n. Chr. sichtbar. Die Chiesa di San Pietro Apostolo bewahrt unter anderem Reliquiare der Päpste Urban I. und Urban VIII., sakrale Ausstattungsstücke von Papst Innozenz XIII. und ein Elfenbeinkruzifix aus dem 16. Jahrhundert, das Giambologna zugeschrieben wird. Die Torre del Saraceno wurde 1596 auf Veranlassung Ferdinands I. von Toscana errichtet, um Fischerfamilien zur Rückkehr auf die Insel zu bewegen.
Wein, Küche und Feste
Ansonaco ist die einheimische Rebsorte von Isola del Giglio. Der überlieferten Weintradition zufolge reichen ihre Ursprünge bis in die griechische und römische Zeit zurück. Die Trauben eignen sich zum Trocknen in der Sonne auf Granitfelsen und werden zu süßem Passito verarbeitet. Eine andere lokale Spezialität ist Panficato: Das traditionelle Dessert wird aus Feigen, Pinienkernen, Haselnüssen, Mandeln, Traubenmarmelade, Orangenschale, Zimt und Schokolade zubereitet.
Zu den Patronatsfesten gehören San Lorenzo in Giglio Castello am 10. August, San Rocco in Giglio Porto am 16. August und San Mamiliano in Campese am 15. September. Zum Programm zählen Feiern, Umzüge, Feste und Feuerwerk; prüfen Sie die aktuellen Termine und Programmpunkte vor Ihrer Reise. Die Festa dell’Uva findet gewöhnlich im September zur Weinlese statt. Dabei werden Wein und regionale Speisen in kleinen, alten Kellern im Dorf verkostet. Auch hier können die konkreten Termine variieren.
Anreise nach Giglio Porto
Zwischen Porto Santo Stefano am Argentario und Giglio Porto bestehen tägliche Fährverbindungen. Die Überfahrt dauert etwas mehr als eine Stunde, kann aber je nach Verbindung und Bedingungen variieren. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan, wenn Sie Ihre Ankunft planen.
Weitere Reiseziele entdecken: Giglio Porto, Grosseto.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Grosseto.