Lucca zwischen Stadtmauer, Türmen und Puccini
Unterkünfte in Lucca
Wenn Sie einen Aufenthalt auf dem Wasser planen, zählt neben der Unterkunft auch das Programm am Reiseziel. Lucca prägen die vollständig erhaltenen Stadtmauern, der Torre Guinigi und die Lebensgeschichte Giacomo Puccinis. Die Details zu Wegen, Bauwerken und Museen helfen Ihnen, diesen kulturellen Schwerpunkt bei der Zielwahl einzuordnen.
Stadtmauer und Wege zu Fuß oder mit dem Rad
Die Mura di Lucca sind bis heute vollständig erhalten und erstrecken sich über mehr als vier Kilometer als städtischer Park. Sie können die Mauern kostenlos zu Fuß begehen oder mit dem Fahrrad befahren. Für eine ausdrücklich bezifferte Strecke bietet der Parco fluviale del Serchio einen anderen Anhaltspunkt: Sein Rundweg ist 11 Kilometer lang und für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen. Er führt von der Umgebung der Ponte San Quirico bis zur Ponte San Pietro und zurück. Wenn Sie diese Route einplanen, prüfen Sie die Routenbedingungen vor dem Aufbruch.
Der Bahnhof Lucca liegt an der Piazza Ricasoli direkt außerhalb der Stadtmauern und ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar. Prüfen Sie die Verkehrsdienste vor Ihrer Reise, wenn Sie Ihre Ankunft daran ausrichten möchten.
Türme mit unterschiedlichen Aufstiegen
Der Torre Guinigi ist 45 Meter hoch; auf seinem Dachgarten wachsen Steineichen. Der Aufstieg zur Terrasse umfasst 25 Treppenläufe mit 230 Stufen. Bei klarer Sicht reicht der Blick über die Stadt, die grünen Hügel und Berge sowie zu den Apuanischen Alpen im Nordwesten, dem Apennin im Nordosten und dem Monte Pisano im Süden. Zugang und Besuchsbedingungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor Ihrem Besuch.
Auch der Glockenturm der Cattedrale di San Martino bietet einen Vergleich für die Planung eines Aufstiegs: Nach Restaurierungsarbeiten wurde er im August 2016 für die Öffentlichkeit geöffnet. Er ist etwa 60 Meter hoch, und 217 Stufen führen zur Glockenstube. Von dort bietet sich ein 360-Grad-Panorama über Lucca und die Ebene von Lucca. Informieren Sie sich vorab, ob der Aufstieg derzeit möglich ist.
Baugeschichte in der Altstadt
Die Cattedrale di San Martino besitzt eine asymmetrische Fassade und wurde 1070 von Papst Alessandro geweiht. Im Inneren befindet sich der Renaissance-Sarkophag der Ilaria del Carretto. Die Piazza Anfiteatro erzählt eine andere Geschichte: Sie entstand über einem elliptisch angelegten römischen Amphitheater aus dem 1. oder 2. Jahrhundert nach Christus. Die heutige Piazza wurde ab 1830 vom Architekten Nottolini geschaffen.
An der Südostseite der historischen Altstadt erstreckt sich der Orto Botanico di Lucca über zwei Hektar. Der Garten wurde 1820 als wissenschaftlicher Garten eingerichtet. Heute bewahrt er vom Aussterben bedrohte Arten und Sorten und unterstützt botanische Forschung und Bildung. So stehen neben Türmen und Baugeschichte auch Pflanzenvielfalt und botanische Arbeit auf dem Programm.
Puccini und lokale Spezialitäten
Das Puccini Museum – Casa Natale liegt im Herzen Luccas zwischen der Piazza Cittadella und der Corte San Lorenzo. In der Wohnung in der Corte San Lorenzo wurde Giacomo Puccini am 22. Dezember 1858 geboren; dort verbrachte er seine Kindheit und frühe Jugend. Das Museum zeigt originale Einrichtungsgegenstände und eigenhändige Partituren. Zu den Ausstellungsstücken gehört auch der Steinway-&-Sons-Flügel, auf dem Puccini sein unvollendetes letztes Meisterwerk Turandot komponierte.
Wenn Sie sich für die Via Francigena interessieren, befindet sich das Museum des Via-Francigena-Entry-Points in der ehemaligen Casa del Boia und bietet einen interaktiven multimedialen Rundgang. Im Kasernenbereich des Baluardo San Salvatore umfasst der Entry-Point außerdem einen Hospitality-Bereich mit Cafeteria sowie Ruhe- und Erfrischungsbereich zum Ausruhen vor dem Weitergehen. Als regionale Spezialität können Sie Tordelli kennenlernen: Im Lucca-Gebiet heißen gefüllte Teigtaschen mit Fleisch und Fleischragù so; ihre klassische Form ist ein geriffelter Halbmond.
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