Almere: Küste, Seen und Stadt
Unterkünfte in Almere
Almere liegt am Gooimeer sowie am IJmeer und Markermeer und hat eine 42 Kilometer lange Küstenlinie. Sie eignet sich zum Sonnenbaden, Feiern und für Wassersport. Für die Wahl eines Aufenthalts auf dem Wasser ist das ein konkreter Ausgangspunkt: Sie können das gewünschte Umfeld mitbedenken – von Küste und Aktivitäten am Wasser bis zu Naturgebieten und Stadtansichten. Dabei lohnt es sich, Unterkunftsart und Reiseziel getrennt zu betrachten. Ein Hotelschiff kann stationär sein; die Bezeichnung Hausboot allein sagt nicht, ob Gäste das Boot navigieren können. Wenn für Sie eine Fahrt statt einer festen Übernachtung entscheidend ist, prüfen Sie, welche Art Aufenthalt das jeweilige Angebot vorsieht.
Küste, Wassersport und Stadtansichten
Am Almeerderstrand können Sie segeln, windsurfen und Stand-up-Paddling betreiben. Entlang der Dünen lässt sich spazieren, und das umliegende grüne Landschaftsgebiet können Sie mit dem Fahrrad erkunden. Zwei Restaurants am Strand bieten Ausblick auf das Wasser und servieren Gerichte mit frischen, lokalen Zutaten. Damit bietet Almere Anknüpfungspunkte für verschiedene Tagespläne am Wasser – vom Aufenthalt am Strand bis zu Aktivitäten auf dem Wasser.
Wer einen Bezug zum Stadtzentrum sucht, findet am Strand in Stedenwijk einen konkreten Orientierungspunkt: Von dort sind es fünf Gehminuten bis ins Zentrum, außerdem gibt es Ausblicke auf das Weerwater. So unterscheiden sich die Wasserperspektiven der Stadt: Am Almeerderstrand stehen unter anderem Wassersport und Dünen im Vordergrund, in Stedenwijk die Aussicht auf das Weerwater nahe dem Zentrum.
Feuchtgebiete und Vogelbeobachtung
Die Oostvaardersplassen sind ein Sumpfgebiet zwischen Almere und Lelystad und gehören zum Nationaal Park Nieuw Land. Das Gebiet ist reich an verschiedenen Vogelarten und besonderen Weidetieren; Rad- und Wanderwege erschließen die Landschaft. Vom Bahnhof Almere Oostvaarders erreichen Sie das Natuurbelevingcentrum de Oostvaarders in weniger als zehn Minuten mit dem Fahrrad oder in 30 Minuten zu Fuß. Die Zeiten sind Näherungswerte; prüfen Sie Ihre Anreise vor dem Besuch. Im Zentrum wird die Ausstellung „Oostvaardersplassen 120.000 jaar geleden“ mit Neandertalerwerkzeugen und Knochen prähistorischer Tiere gezeigt. Der Zugang zur Ausstellung kann sich ändern.
Auch die Lepelaarplassen sind für Naturbeobachtungen interessant: Dort lebt seit den 1970er-Jahren eine große Löfflerkolonie, und es gibt mehr als 300 Vogelarten. Sie können zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sein und Vögel von Beobachtungshütten aus beobachten. Die Landschaft umfasst Schilffelder, Weidenwälder, Brombeersträucher, Tümpel und feuchte Grasländer. Im stadsbos Pampushout verbindet die Groene Oase-Route das Wandern mit der Suche nach Spuren von Rehen, Füchsen und Hasen; in den Schilffeldern des Waldes leben Teichrohrsänger, Schilfrohrsänger und Blaukehlchen.
Radwege und Anreise
Almere verfügt über 500 Kilometer Fahrradrouten, davon 440 Kilometer auf vollständig abgetrennten Radwegen. Davon unterscheidet sich die Almere Nature Route als klar benannte Tour: Sie ist 41,7 Kilometer lang, beginnt am VVV Almere und führt durch die Stadt sowie entlang des Naturschutzgebiets Oostvaardersplassen. Die beiden Angaben beantworten unterschiedliche Fragen – die eine beschreibt das Radwegenetz, die andere eine bestimmte Route. Prüfen Sie vor einer Fahrt die aktuellen Routenbedingungen.
Für die Anreise mit der Bahn stehen sechs Bahnhöfe in Almere und direkte Verbindungen unter anderem nach Amsterdam, Utrecht, Groningen und Den Haag zur Verfügung. Wenn die Bahn Teil Ihrer Reiseplanung ist, lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Fahrplan.
Architektur und Geschichte
Almere bietet moderne architektonische Highlights, die unter anderem von Liesbeth van der Pol, Rem Koolhaas, René van Zuuk und Herman Hertzberger entworfen wurden. Der VVV Almere bietet fünf buchbare, geführte City Walks zu den architektonischen Höhepunkten der Stadt an; prüfen Sie Termine und Buchbarkeit vor der Reise. Ein markantes Kapitel ist De Fantasie: Die Häuser wurden 1982 im Rahmen eines Wettbewerbs zum Thema ungewöhnliches Wohnen errichtet. Obwohl ursprünglich vorgesehen war, dass sie nach fünf Jahren verschwinden sollten, bestehen sie weiterhin.
Das Erfgoedhuis Almere vermittelt die Vorgeschichte, die Schifffahrt auf der Zuiderzee sowie die Entstehung und Entwicklung der Stadt. Dort gibt es Vorträge, Ausstellungen und Aktivitäten für Kinder; prüfen Sie das Programm vor Ihrem Besuch. Auch die archäologischen Fundstellen erzählen von früher Besiedlung: Zenit zählt zu den ältesten Fundstellen Almeres. An der Fundstelle De Buitenkant gefundener Feuerstein, verkohlte Haselnussschalen und Holzkohle belegen, dass dort vor 10.000 bis 6.000 Jahren Menschen lebten.
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