Haiphong: Tempel, Pagoden und koloniale Architektur
Unterkünfte in Haiphong
Wer eine Übernachtung auf dem Wasser erwägt, kann die Stadt zunächst nach den Interessen einordnen, die den Aufenthalt prägen sollen: traditionelle Tempel und Pagoden, kolonialzeitliche Architektur oder das Straßenbild am Tam-Bạc-Fluss. Diese Unterschiede helfen Ihnen, den Charakter des Reiseziels mit Ihrer geplanten Zeit vor Ort abzugleichen, ohne die Stadtgeschichte und den Naturraum im übergeordneten Reiseziel Haiphong gleichzusetzen.
Tempel und Pagoden: Baugeschichte im Detail
Der Đình Hàng Kênh in Lê Chân wurde 1719 gegründet und von 1841 bis 1850 wiederaufgebaut. Zu seinen besonderen Merkmalen zählen eine seltene, bootförmige Bodengestaltung sowie eine markante architektonische und holzbildhauerische Tradition.
Das Đền Nghè ist ein historisch-kulturelles Denkmal im Zentrum von Haiphong und der Generalin Lê Chân gewidmet. Seine aufwendigen Holz- und Steinschnitzereien zeigen unter anderem Drachen, Einhörner, Schildkröten und Phönixe sowie die vier symbolischen Pflanzen. Das Đền Nghè-Fest findet vom achten bis zum zehnten Tag des zweiten Mondmonats statt. Besucher kommen zur Besichtigung des Denkmals und zum Gedenken an Lê Chân; prüfen Sie für Ihre Reiseplanung das entsprechende Kalenderdatum.
Die Dư-Hàng-Pagode besitzt eine siebenjochige Buddhahalle, einen dreigeschossigen Glockenturm und eine große Bronzeglocke. Zu den erhaltenen Objekten gehören außerdem alte Glocken, Khánh-Gongs, bronzene Weihrauchgefäße, Keramik- und Grünsteinobjekte sowie eine alte Sammlung von Āgama-Schriften. Eine historische Verbindung zur Trúc-Lâm-Zen-Tradition ergänzt diese architektonischen und materiellen Aspekte.
Stadtbild zwischen Fluss und Kolonialarchitektur
Die Tam-Bạc-Altstadt bewahrt einen historischen architektonischen Charakter; ihre Gebäude sind nahezu ein Jahrhundert alt. Die Tam-Bạc-Straße ist eine alte Straße im Zentrum Haiphongs und verläuft am rechten Ufer des Tam-Bạc-Flusses. Altstadt und Straße bieten damit zwei konkrete Bezüge für die Einordnung des städtischen Erbes: den Charakter älterer Gebäude und die Lage einer Straße am Flussufer.
Das Opernhaus von Haiphong entstand zwischen 1904 und 1912 nach dem Vorbild der Pariser Oper im Barockstil. Es ist als nationales architektonisches und kunsthistorisches Denkmal eingestuft. Seine Bauzeit setzt einen anderen historischen Akzent als die deutlich früher gegründeten Tempelanlagen. Das Hai-Phong-Museum bewahrt mehr als 22.000 Artefakte auf.
Im übergeordneten Reiseziel Haiphong: Meereslandschaft und Natur
Auch der weitere Haiphong-Kontext umfasst einen eigenen Naturraum: Das Gebiet Ha Long Bay – Cat Ba Archipelago liegt innerhalb der Stadt Hai Phong und umfasst 65.650 Hektar sowie 1.133 Inseln und Inselchen. Die Meereslandschaft besteht aus bewachsenen Kalksteininseln und hohen Kalksteinpfeilern unterschiedlicher Größe und Form, die aus dem Meer ragen. Das Cát-Bà-Archipel wurde 1986 zum Nationalpark und 2010 zum Meeresschutzgebiet erklärt. Der Goldkopflangur ist auf die Insel Cát Bà beschränkt und kommt sonst nirgendwo auf der Welt vor.
In der Lan-Hạ-Bucht können Besucher baden und Korallen beobachten; auch Bootfahren und Klettern gehören zu den dort angebotenen Aktivitäten. Beschreibungen der Boots- und Kletterangebote können je nach Anbieter variieren. Zu den Besucherrouten des Nationalparks Cát Bà zählt die 12 Kilometer lange Route Ao Ếch–Việt Hải. Ihre Bedingungen können sich saisonal ändern; prüfen Sie sie daher vor der Planung.
Den passenden Schwerpunkt wählen
Wer Haiphongs Stadtgeschichte in den Mittelpunkt stellt, richtet den Blick auf Tempel und historische Architektur; Meereslandschaft und Aktivitäten in der Lan-Hạ-Bucht gehören zum Natur- und Aktivitätskontext des übergeordneten Reiseziels Haiphong.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lê Chân.