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Sardinien: Archipel, Flusslandschaften und Kulturerbe

Unterkünfte in Sardinien

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Im Nationalpark des La-Maddalena-Archipels liegen mehr als 60 Inseln; am Rio Posada prägen für Sardinien einzigartige Mäander den Flusslauf. Für eine Reise mit Übernachtung auf dem Wasser sind das zwei sehr verschiedene Landschaftsbilder: Meer und Inselwelt auf der einen, eine Flusslandschaft auf der anderen Seite. Sardinien lässt sich deshalb nicht auf eine einzige Küstenkulisse reduzieren. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, hilft die gewünschte Umgebung dabei, den regionalen Schwerpunkt Ihrer Reise festzulegen.

Meer, Inseln und Strandlandschaften

Der Nationalpark des La-Maddalena-Archipels umfasst auf Land und Meer mehr als 20.000 Hektar, 180 Kilometer Küste und über 60 Inseln. Das Meeresschutzgebiet Capo Coda Cavallo umfasst 15.000 Hektar mit klarem Wasser, Buchten, weißen Stränden, Inseln und Lagunen. An seinen Meeresböden gibt es Möglichkeiten zum Tauchen; Tauchzentren begleiten Besucher zu Tauchplätzen im Schutzgebiet.

Auch einzelne Küstenabschnitte setzen eigene Akzente: Cala Brandinchi hat über mehrere Dutzend Meter sehr flaches Wasser, daneben liegen felsige Bereiche mit Meeresfauna und Möglichkeiten zum Schnorcheln. Hinter La Pelosa erstrecken sich sanfte, mit Wacholder bewachsene Dünen. Diese Beispiele stehen für unterschiedliche Landschaftsbilder – von Inseln und Lagunen bis zu flachem Wasser und Dünen.

Asinara und die Flusslandschaft von Tepilora

Die Insel Asinara ist mit einer öffentlichen Seeverbindung der Compagnia di Navigazione Delcomar auf der Strecke Porto Torres–Cala Reale erreichbar. Die Fahrpläne variieren saisonal; prüfen Sie die Verbindung deshalb vor Ihrer Reise. Nach der Ankunft in Cala Reale erhalten Besucher von den dortigen Führern und Besucherzentren Informationen über mögliche Aktivitäten und Besichtigungen im Nationalpark. In Zone B des Meeresschutzgebiets sind Tauchen, Baden, Segeln oder Rudern, Schnorcheln, genehmigte Berufsfischerei und Pesca-Tourismus erlaubt. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Regeln.

Im Regionalen Naturpark Tepilora reicht die Landschaft über fast 8.000 Hektar mit Wäldern, Wegen und Wasserläufen von den Bergen der Barbagia bis zu den Küstenfeuchtgebieten. Die Route Torpè–Monte Nurres endet mit einem Weg, der nur zu Fuß begehbar und für die Tierbeobachtung ausgestattet ist. Von dort eröffnet sich ein 360-Grad-Blick auf den Monte Tepilora, das Rio-Posada-Tal, die Ebene von Siniscola und das Meer. Am Rio Posada steht die für Sardinien einzigartige Mäanderform im Vordergrund; der Fluss wird von Kanufahrern und Birdwatchern genutzt. So unterscheiden sich die Insel- und Meereslandschaft Asinaras und des Archipels von einer Flusslandschaft, die zugleich ein Ziel für Naturbeobachtung ist.

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Nuraghen, Museen und Textiltradition

Für den Blick auf Sardiniens Geschichte bietet Su Nuraxi di Barumini einen anderen Schwerpunkt. Der Nuraghenkomplex ist das bekannteste Beispiel eines bronzezeitlichen Verteidigungskomplexes vom Typ Nuraghe auf Sardinien. Er war von der Errichtung seines Nuraghen im 2. Jahrtausend v. Chr. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. besiedelt. Der Nuraghe Nolza im Zentrum Sardiniens vermittelt weitere Größenverhältnisse: Er zählt zu den größten und am besten erhaltenen prähistorischen Monumenten der Insel. Sein zentraler Turm ist heute etwa 13 Meter hoch; die umgebende Hüttensiedlung erstreckt sich über zweieinhalb Hektar.

In Cagliari zeigt das Archäologische Nationalmuseum mehr als 4.000 Objekte aus einer Zeitspanne von fast 7.000 Jahren, von der Vorgeschichte bis zum Frühmittelalter. Die Cittadella dei Musei ist der größte Museumskomplex in Cagliari und auf Sardinien. In ihre Ausstellungsräume sind römische Zisternen, spanische Befestigungsanlagen und piemontesische Gefängnisse integriert. So stehen die lange Besiedlungsgeschichte eines Nuraghenkomplexes und die zeitlich weit gespannte Museumsammlung für verschiedene Zugänge zur Inselgeschichte.

Samugheo im Mandrolisai in der Provinz Oristano ist ein Zentrum für Teppiche, Wandteppiche und traditionelle Kleidung; die Webtradition wird dort seit Jahrhunderten weitergegeben. Das regionale Museum für textile Kunst Murats zeigt Arbeiten aus ganz Sardinien. Tessingiu erneuert die Textiltradition von Samugheo jedes Jahr mit einer Fachausstellung und einem Fachmarkt. Außerdem ist Samugheo für Pecorino, guten Wein und die Herstellung von Brot bekannt. Ein Volksfest im Oktober widmet sich dem Brot; prüfen Sie die Veranstaltungstermine vor der Reise.

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